Eine Heilpflanze mit Geschichte

„Kein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle der wertvollsten Nährstoffe auf einem so kleinen Raum zusammengedrängt wie gerade bei der Kakaobohne.“
– Alexander von Humboldt (1769-1859), Naturforscher –

Schon für die Maya und Azteken galt Kakao als heilige Pflanze. Sie stellten nicht nur Speisen und Getränke aus den Bohnen her, sondern tranken Kakao auch zu zeremoniellen Zwecken. Sie nutzten ihn, um sich mit der Welt der Götter zu verbinden. Darüber hinaus galten die Bohnen als so wertvoll, dass sie als Zahlungsmittel verwendet wurden.

Der Ursprung des Wortes Kakao geht auf die Olmeken zurück, welche circa 1500 v. Chr. in der Region der mexikanischen Golfküste lebten und eine Urform der Mixe-Zoque-Sprache sprachen. Das Wort „cacao“ stammt aus dieser Sprache. Auch den Olmeken wird nachgesagt schon Nutzen aus den kleinen braunen Bohnen gezogen zu haben und diese zu Getränken verarbeitet zu haben.

In Europa kam man erst Ende des 16. Jahrhunderts auf den Kakaogeschmack. Durch die teilweise Eroberung von Mittel- und Südamerika durch die spanischen Konquistadoren kamen die Europäer Anfang des 16. Jahrhunderts zum ersten Mal in Berührung mit der Kakaofrucht. Bis das Potenzial der Pflanze erkannt wurde, vergingen allerdings noch einige Jahrzehnte, da die Bitterstoffe für den europäischen Gaumen zu stark waren. Durch das Hinzufügen von Zucker war der Durchbruch des Kakaos dann jedoch nicht mehr aufzuhalten!

Als der Naturforscher Carl von Linné im Jahr 1753 alle Pflanzen in seine „Systema naturea“ einordnete, nannte er die Pflanze „Theobroma Cacao – Speise der Götter“. Linné schrieb ihr einzigartige Heilkräfte zu. Heute entdecken viele Menschen die Kraft der bitteren Bohnen neu.

Die Vielfalt des Kakaos

Neueste Forschungen zeigen, dass die Welt der Kakaopflanzen noch längst nicht vollständig erschlossen ist. Der Kakaobaum, Theobroma Cacao L. (das L. steht für den Botaniker Carl Linné), ist Teil der Familie der Malvengewächse und man unterteilt seine Kakaofrüchte meistens in vier Hauptsorten: Trinitario, Forastero, Criollo und Nacional, wobei es sich bei Criollo und Nacional, welcher ausschließlich in Ecuador und Teilen Kolumbiens wächst, um Edelkakaosorten handelt. Neben diesen vier Hauptsorten werden immer mehr Varietäten entdeckt, die sich in Aussehen und Geschmack von den Hauptsorten unterscheiden bzw. in Untersorten kategorisieren lassen. Die Verschiedenheit der Kakaosorten lässt sich am besten anhand ihrer Form und der Struktur und Farbe ihrer Schale erkennen.

In unserem Online Shop bieten wir die Edelkakaosorten Criollo und (Arriba) Nacional sowie die am weitesten verbreiteten Forastero-Bohnen an. Je nach Herkunft kann auch der Geschmack ein und derselben Kakaosorte variieren, was an den Unterschieden der lokalen Flora, der Gegebenheiten der Böden und an den individuellen Verarbeitungsprozessen liegt.

Gebrauch

In unserem Online Shop bieten wir Rohkakaoprodukte in verschiedensten Formen an. Ob als rohen Snack, als Topping, zur Weiterverarbeitung, zum Kochen, Backen oder zur Zubereitung von Naturkosmetik: unser Rohkakao ist vielseitig einsetzbar und enthält wichtige Nährstoffe, die ganz viel gute Laune machen! Hier ein paar Anwendungsideen auf einen Blick :

Pulver

• zur Zubereitung von Trinkschokoladen und Smoothies
• zum Backen und zur Zubereitung von Süßspeisen
• Tipp: eine Prise Salz intensiviert den Kakaogeschmack

Masse

• zum rohen Verzehr
• zur Herstellung von Schokoladentafeln und Trinkschokolade (Kakaozeremonien)
• zum Backen und Kochen (herzhafte Saucen und Dressings werden mit Zugabe von Kakao besonders interessant!)

Butter

• zur Herstellung von Kosmetikprodukten (Bodylotion, Lippenbalsam)
• zum Backen und Kochen
• zur Herstellung von Schokolade, der hohe Schmelzpunkt sorgt für das schöne Knacken bei Schokoladentafeln

Kakaobruchstücke (Nibs)

• als Topping für Müsli, Salate, Bowls und Smoothies; für Alle, die es etwas süßer mögen eignen sich hier auch ideal unsere mit Kokosblütenzucker gesüßten Sweet Nibs
• zur Weiterverarbeitung und Herstellung von Schokolade

Bohnen

• als roher Energiesnack
• als Begleitung zum Wein und Espresso
• zur Dekoration (Pattisserie)

Produktionskette

Warum Rohkakao?

Rohkakao ist das Superfood schlechthin. „Roh“ bedeutet, dass die Kakaobohnen nach der Ernte lediglich fermentiert, jedoch nicht (oder nur minimal) geröstet werden. Anders als der geröstete Kakao, welcher normalerweise zur Herstellung von Schokolade verwendet wird, behalten unsere kleinen braunen Bohnen so mehr ihrer wertvollen Wirkstoffe.

Was „roh“ für uns bedeutet:

Anders als oft behauptet ist die Bezeichnung „roh“ keine offizielle Klassifizierung, es gibt also keine festen Kriterien und Zertifizierungen, die den rohen Zustand des Kakaos oder sonst irgendeines Lebensmittels genau festlegen. Im Sinne der Transparenz ist es uns wichtig an dieser Stelle zu erklären, dass wir mit der Benutzung des Roh-Begriffes die minimale Verarbeitung unserer Kakaobohnen meinen. Die Marge von 42°-47° C gilt inoffiziell als Bereich, in dem ein Lebensmittelprodukt noch als roh bezeichnet werden darf. Da Kakao in tropischen Ländern wächst, ist es allerdings möglich, dass die Bohnen zum Beispiel beim Trocknen höheren Temperaturen ausgesetzt sind. Ebenso werden bei der Fermentierung Temperaturen über 50° C erreicht. Dies sind jedoch natürliche Prozesse und sind für die Qualität und die Stabilität der Produkte enorm wichtig. Generell achten wir darauf, dass unsere Kakaobohnen während der weiteren Verarbeitung nicht soweit erhitzt wird, dass die Kerntemperatur der Bohne über 47° steigt.

Rohkakao ist gesund:

Rohkakao
• wirkt stimulierend und macht glücklich durch das darin enthaltene Theobromin und den Glücklichmacher Serotonin
• enthält viele Mineralien wie Magnesium (bis zu 500 mg pro 100 g, zum Vergleich: Nüsse enthalten nur bis zu 300 mg pro 100 g), Kalzium (160 mg pro 100 g, zum Vergleich: Milch enthält nur 120 mg pro 100 g) und Eisen (circa 7 mg pro 100 g)
• fördert die Verdauung durch einen hohen Anteil an Ballaststoffen
• enthält viele ungesättigte Fettsäuren, welche gut für unseren Cholesterinspiegel und somit für unsere Herzfunktion sind
• steigert unsere kognitiven Fähigkeiten, da er Flavanol enthält, welches die Bildung von Neuronen unterstützt und gegen freie Radikale schützt
• ist reich an Flavonoiden, die antioxidative Eigenschaften haben und die Durchblutung fördern

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